Laufnacht und Sparkassen Gala - Regensburg

Die Routiniers stechen

Die Sparkassen Gala ist eine der besten nationalen Veranstaltungen, nicht nur aufgrund der Teilnehmerzahlen viel mehr aufgrund der Leistungsdichte. Mit über 905 Sportlern aus über 15 Nationen war am Samstag bei der Laufnacht sowie am Sonntag bei der Gala einiges für das Leichtathletikherz geboten.
Insgesamt neun Mal erfüllten deutsche Athletinnen und Athleten am Sonntag im Uni-Stadion, das für seine schnelle Bahn und die perfekten Rahmenbedingungen bekannt ist, den geforderten Richtwert für die Heim-EM in Berlin!

Den Auftakt am Samstag lieferte jedoch unsere 800 m-Läuferin Yara Prusko (U18). In einem stark besetzten Feld musste sich Yara somit gegen die internationale Konkurrenz beweisen. Der Sieg ging in 2:12,72 min an unsere Nachbarn aus Österreich und deren Niederösterreichischen U18-Rekordlerin Laura Ripfel. Yara folgte auf Rang 15 mit 2:33,20 Minuten.
Mit 42,24 Sekunden und durchaus noch ausbaufähigen Wechseln stürmten die Frauen zu einer neuen europäischen Jahresbestleistung und der schnellsten Zeit der Welt einer Nationalstaffel.

Dass die Unibahn schnelle Zeiten zulässt, das spürte dann auch Marcus Grun (M). Er lieferte am zweiten Tag der Veranstaltung den Auftakt aus Zirndorfer Sicht und der hätte fast nicht besser sein können. Im Vorprogramm des Galanachmittags spurtete Marcus zu seiner zweitschnellsten jemals gelaufenen Zeit, seinen 5. Zeitvorlauf konnte er somit mit 11,10 sec (+0,9 m/s) vor Ben Rose (LG Brillux Münster) und dem Forchheimer Hürdenspezialisten Jan Schindzielorz für sich entscheiden.

Für Miriam Backer (U20) sollte nach ihrem Saisoneinstand in Ellwangen eine deutliche Leistungssteigerung her. Im Vorlauf konnte sich Backer um 19 Zehntel auf jetzt 15,21 sec steigern und schrammte denkbar knapp um eine Hundertstel an der Norm für Rostock vorbei. Trotz der lediglich drei Starterinnen gab es einen Endlauf, zusammen mit den Plätzen 9 bis 13 der Frauenvorläufe. Nachdem bereits die erste Hürde nicht ideal passiert wurde, musste man den Lauf mit 15,38 sec abhaken.

Tina Pröger (F) hat auf ihrer „Road to Nürnberg“ einen Stop in Regensburg eingelegt. An die Anlage hat sie nach ihrem Quali-Sprung beim diesjährigen Rolf-Watter-Sportfest gute Erinnerungen. Auch dieses Mal rechtfertigte unsere 6-Springerin ihren „Spitznamen“, denn allein fünf der sechs Versuche gingen jenseits der Marke. Im letzten Versuch hat Pröger mit 6,20 m nicht nur ihre Qualität unter Beweis gestellt, sondern auch den Sieg gesichert. Zur Freude ging es für sie danach noch zur ersten Dopingkontrolle in ihrer Karriere.