Bayerische Hallen-Mehrkampfmeisterschaften - Fürth

Vom Thron gestoßen

Die Macher des Bayerischen Terminkalenders sind nicht zu beneiden. Denn irgendwie fehlt im Februar immer ein Wochenende. So kämpfen die Bayerischen Leichtathleten auf gleich drei Titelkämpfen um die Medaillen. Während in Bad Indersdorf die Crosslaufmeister gesucht werden, versuchen die Sportler in Leipzig sich die nationale Krone aufzusetzen. In der Fürther Kleeblattstadt treffen sich zu dem die Bayerischen Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer, hier durfte Dominantin Tina Pröger natürlich nicht fehlen. Pröger gewann diesen Titel seit 2009 quer durch ihre Altersklassenlaufbahn, begonnen bei den Schülerinnen, geendet bei den Frauen.

Nun hätte es der achte Titel in Folge werden sollen, aber beim ersten Aufeinandertreffen mit Mehrkampfspezialistin Anna-Lena Obermaier (LG Sempt) ist dann die Serie gerissen.
Dabei hat der Tag mit einer neuen 60 m Hürden Bestzeit gar nicht schlecht begonnen. Aber auch hier hatte sie mit 9,10 sec und dem zweiten Platz schon gegen die Sempterin das Nachsehen.
So kam es dann auch, dass die Zirndorferin bei der zweiten Disziplin zwar auch ihre Bestleistung eingestellt hat, aber im Hochsprung mit 1,66 m dennoch die beiden Konkurrentinnen Obermaier und Sophie Arzberger aus Eckental knapp ziehen lassen hat müssen.

Im Weitsprung sollte dann die Wendung kommen, die Spezialdisziplin war zur Punkteaufholjagd ausgegeben. Die Probleme beim Einspringen setzten sich dann auch im Wettkampf fort. Mit 5,60 m entschied zwar Pröger diese Teildisziplin für sich, aber blieb deutlich unter den Erwartungen und konnte somit nur 38 Punkte auf die Oberbayerin gut machen. Dennoch waren es wichtige Punkte für die Mehrkampfwertung, ein Saldo nullo sollte im Mehrkampf am Ende nicht in der Ergebnisliste auftauchen.

Kugelstoßen (9,23 m) und die vier Hallenrunden (2:47,24 min) komplettierten dann das Gesamtergebnis und so musste Tina Pröger zwar die Mehrkampfkrone an Anna-Lena Obermaier abgeben, dennoch bewies Pröger wieder ihre Vielseitigkeit. Die Bibertstädtlerin, welche auf Weit- und Dreisprung spezialisiert ist, sicherte sich mit 300 Punkten Vorsprung den Vizetitel und lies einige Mehrkämpferinnen hinter sich.